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Wort des Monats

"Knieptange", "Kinnergaoren", "Maihdiärschker" - die Bedeutung dieser plattdeutschen Wörter kann man relativ leicht aus dem Hochdeutschen herleiten. Sie stellen nämlich genaue lautliche Entsprechungen von "Kneifzange", "Kindergarten" und "Mähdrescher" dar. Der Wortschatz des Plattdeutschen ist allerdings über die Jahrhunderte eigenständig gewachsen, und so finden sich viele Wörter, die sich nicht so einfach aus dem Hochdeutschen herleiten lassen. Wir stellen deshalb gemeinsam mit der LWL-Pressestelle seit 2019 das "Wort des Monats" vor.

Der „Pöhler“ rammte einst Pfähle in den Boden, heute tritt er gegen den Ball

Westfalen – 15. Oktober 2020. Im Jahr 2014 wurde das Wort „Pöhler“ schlagartig deutschlandweit bekannt, als Jürgen Klopp, damals Trainer des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund, eine Kappe mit dieser Aufschrift trug. „Pöhler“ gehört zum Tätigkeitswort „pöhlen“ oder auch „päöhlen“, das aus dem Plattdeutschen stammt. Was genau es mit diesem Wort auf sich hat, wissen die Sprachwissenschaftler des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), die den „Pöhler“ als Wort des Monats vorstellen. (...)

„unbesuust“ – ein Wort nur für Übertreibungen

Westfalen – 23. Juni 2020. In nur wenigen Orten im Westmünsterland, genauer gesagt in Gescher, Stadtlohn, Südlohn, Vreden und Wessum, gebrauchen die Menschen das Wort „unbesuust“. Es ist dazu da, andere Wörter zu verstärken. Wann das zum Beispiel passiert, wissen die Mundart- und Namenforscher beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe, die es als Wort des Monats vorstellen. (...)

„Piggenbruut“ – nicht nur der Liebe wegen wird geheiratet

Westfalen – 26. Mai 2020. „Piggenbruut“: Was sich so anhört wie die Nachkommenschaft einer seltenen Vogelart, ist nach plattdeutschem Wortverständnis ein junges Mädchen, das einen Bauernhof erbte und mit in die Ehe brachte. Wie sich das Wort genau zusammensetzt, wissen die Mundart- und Namenforscher beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe, die es als Wort des Monats vorstellen. (...)

„Freiseküeddel“ – wenn die Hände auch im Frühling nicht warm werden wollen

Westfalen – 27. April 2020. Manche Menschen sind „Frostbeulen“, ihnen ist ständig kalt, auch bei warmen Temperaturen. Im westfälischen Platt wird eine leicht frierende Person oft „Freiseküeddel“ genannt. Nett ist das nicht gemeint, denn es herrscht nun mal oft Uneinigkeit darüber, ob die Heizung weiter aufgedreht oder das Fenster aufgemacht werden darf. Wie sich der Begriff zusammensetzt und was er bedeutet, wissen die Mundart- und Namenforscher beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe und stellen das Wort des Monats vor. (...)

„Öwen“ – bedeutet nicht nur "üben"...

Westfalen – 30. März 2020. Das plattdeutsche Wort „öwen“ oder auch „öuben“ entspricht der Form nach dem hochdeutschen Üben. Doch auf Platt kann man auch jemanden „öwen“; das Wort muss hier noch etwas anderes als „üben“ bedeuten. Was es noch heißen kann, wissen die Mundart- und Namenforscher beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe und stellen das Wort des Monats vor. (...)

„Piärdemörder“ – ein Tier mit gefährlichem Geweih

Westfalen – 19. Februar 2020. Das niederdeutsche Wort des Monats „Piärdemörder“ wirkt zunächst angsteinflößend, kann es doch mit „Pferdemörder“ übersetzt werden. Doch die Mundart- und Namenforscher beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe können Entwarnung geben. (...)

„Pinnschwiärken“ – ein kleines Geschwür auf der Haut

Westfalen – 30. Januar 2020. „Pinnschwiärken“: Dass dieses niederdeutsche Wort des Monats eine Hautkrankheit bezeichnet, vermutet nicht jeder sofort. Gemeint ist damit ein kleiner Abszess. Woher das Wort genau kommt und wie es sich zusammensetzt, wissen die Mundart- und Namenforscher beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe. (...)

„Kaneel“ – ein Gewürzröhrchen für die Weihnachtsbäckerei

Westfalen – 11. Dezember 2019. In ganz Europa sind Weihnachtskekse fester Bestandteil der Advent-Tradition. Zimt ist dabei eines der klassischen „Weihnachtsgewürze“, mit denen die Leckereien verfeinert werden. Man erhält die Zutat entweder gemahlen als Pulver oder als Stange. Doch nicht überall in Westfalen-Lippe ist von Zimt die Rede, wenn es um das Rindenröhrchen geht. Im Niederdeutschen gibt es auch die Bezeichnung „Kaneel“, welche im Dezember von den Mundart- und Namenforschern beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe als Wort des Monats vorgestellt wird. (...)

„'n Köppken Koffie“

Westfalen – 16. Oktober 2019. Ob als „Wachmacher“ vor der Arbeit oder beim sonntagnachmittäglichen „Kränzchen“, die Tasse Kaffee ist bei vielen Menschen fester Bestandteil des morgendlichen Rituals und/oder gehört zum gemütlichen Plauderstündchen ebenso dazu wie das Stückchen Kuchen. In Westfalen spricht man auch von einem „Köppken Koffie“, also einem „Köpfchen Kaffee“. Wie passt das zusammen? Das können die Mundart- und Namenforscher beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe erklären und stellen das Wort des Monats vor. (...)

„schliepstiärtschk“ – wer sich verlegen davonmacht

Westfalen – 6. September 2019. „Schliepstiärtschk“ – ein Wort, das sich nur schwer aussprechen lässt und denjenigen, die kein Plattdeutsch sprechen können, vermutlich vollkommen fremd vorkommt. Dies liegt zum einen an der besonderen Bildlichkeit des Wortes, zum anderen sicherlich auch an der originellen Wortzusammenstellung. Der Begriff heißt übersetzt so viel wie „kleinlaut“ oder „verlegen“, wissen die Mundart- und Namenforscher beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe, die sich täglich mit Wörtern wie diesem beschäftigen und das Wort des Monats vorstellen. (...)

Achten Sie auf die „Miegampel“!

Westfalen – 23.  Juli 2019. „Miegampel“? Was ist denn das? Das Wort des Monats, das klingt wie eine besondere Signalanlage zur Regelung des Straßenverkehrs, ist tatsächlich eine plattdeutsche Bezeichnung für die Ameise. Mit Wörtern wie diesem beschäftigen sich die Mundart- und Namenforscher beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe. (...)

„Bessmoder“ – die alte Bezeichnung für Großmutter

Westfalen – 6. Juni 2019. Für die Mutter der Mutter oder die Mutter des Vaters kennt das Standarddeutsche den Ausdruck „Großmutter“. „Großmutter“ ist eine Entlehnung der französischen Bezeichnung „grandmère“ und hat im Laufe der Zeit sowohl in der Standardsprache als auch in den Mundarten ältere Wörter verdrängt. Mit „Bessmoder“ hat sich aber auch noch eine alte westfälische Bezeichnung für die Oma erhalten. Mit derartigen sprachlichen Erscheinungen beschäftigen sich die Mundart- und Namenforscher beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe und präsentieren das Wort des Monats. (...)

„Mötet dat Dier!“, schreit der Knecht

Westfalen – 12. April 2019. „Mötet dat Dier!“, schreit der Knecht in Altenrheine, wenn ihm das Pferd durchgegangen ist. Jemand soll das Pferd aufhalten, sich ihm in den Weg stellen. Das plattdeutsche Tätigkeitswort „möten“, das der Knecht hier benutzt, hat offenbar keinen „Verwandten“ im Hochdeutschen. Woher stammt es? Mit Themen wie diesem beschäftigen sich die Mundart- und Namenforscher beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe und stellen „möten“ als Wort des Monats vor. (...)

„Poggenstohl“ – eine pilzige Sitzgelegenheit für den Frosch

Westfalen – 22. Februar 2019. „Poggenstohl“ – klingt ein wenig nach einem Produkt eines schwedischen Möbelherstellers. Was sich genau hinter diesem Wort verbirgt wissen die Mundart- und Namenforscher beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe und stellen das Wort des Monats vor. (...)

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Einige "Wörter des Monats" und viele weitere interessante und informative Beiträge sind auf dem Instagram-Account lebeninwestfalen zu finden, der von allen sechs LWL-Kommissionen betrieben wird.